Vertreterversammlung 2015

Bergisch Gladbach, 10.06.2015

  • VR Bank eG Bergisch Gladbach präsentiert sehr gutes Jahresergebnis
  • Mitglieder erhalten erneut fünf Prozent Dividende plus zwei Prozent Bonusdividende 
  • Stephan Michels als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt
Vorstand und Aufsichtsrat der VR Bank v.l. Lothar Uedelhoven (Vorstandsvorsitzender), Dr. Detlef Bergrath (Aufsichtsratsvorsitzender), Marcus Otto, Berthold Kalsbach, Dieter Hahn, Hildegard Metten, Rolf Walendy, Stephan Michels und Thomas Büscher (Vorstand).

Bergisch Gladbach.  Nach einem sehr guten Geschäftsjahr 2014 ist die VR Bank eG Bergisch Gladbach mit viel Schwung ins neue Jahr gestartet. Vorstandsvorsitzender Lothar Uedelhoven ließ während der Vertreterversammlung am Dienstag, 9. Juni 2015, im Bürgerhaus Bergischer Löwe nicht nur das Jahr 2014 Revue passieren, sondern sprach auch künftige Rahmenbedingungen an. Dabei wurde deutlich: Was in nächster Zeit besonders zählt, sind Werte wie die besondere Nähe zu den Menschen und zur Region, das außerordentlich gute Vertrauensverhältnis von Mitgliedern und Kunden sowie der Einsatz des hoch motivierten Mitarbeiterteams.
 
Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Detlef Bergrath begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter der fast 31.000 Mitglieder und würdigte in seinem Bericht die gute Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. „Unsere Werte werden nicht vom Zeitgeist diktiert“, beschrieb er die auf Kooperation und Nachhaltigkeit angelegte Geschäftspolitik der Bank.

Teilhaberschaft attraktiver denn je
Die Mitgliedschaft bei der VR Bank bietet den Menschen eine besondere Form der Mitbestimmung, der Mitgestaltung und nicht zuletzt des Mitgewinnens. „Sich selbst einbringen, aktiv dabei sein, das zeichnet Menschen aus, die sich zu einer Genossenschaft zusammenschließen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende. Zum Bilanzstichtag hatte die VR Bank 30.878 Anteileigner – das ist fast jeder zweite Kunde. Ein Grund dafür sei auch das attraktive Mitgliedermehrwert-Programm, das Teilhabern neben einer jährlichen Dividende Zugang zu vielen interessanten Angeboten biete. „Als Genossenschaftsbank leisten wir alle gemeinsam unseren Beitrag, um unsere Region nach vorn zu bringen. Wir sind Steuerzahler, Arbeitgeber und Ausbilder. Wir fördern die Kultur und den Sport vor Ort“, hob Dr. Detlef Bergrath die Leistungen der VR Bank hervor.
Dieses Engagement untermauerte Vorstandvorsitzender Lothar Uedelhoven anschließend mit den zentralen Eckwerten zur Geschäftsentwicklung 2014. Angesichts der hervorragenden Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen stellte er die Leistung der 289 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank in den Vordergrund. Ihre Teamleistung, ihre Nähe zu den Menschen und ihre große fachliche Kompetenz sicherten den Erfolg der VR Bank, so Uedelhoven.

„Die Menschen schätzen unsere persönliche Beratung auf Augenhöhe“, hob der Vorstandsvorsitzende die Bedeutung der 15 Geschäftsstellen hervor – unter ihnen die Filialen in Sand und in Untereschbach, die 2014 mit Blick auf noch mehr Kundennähe umfassend modernisiert wurden. Bei anspruchsvollen Themen wie der Baufinanzierung, der Geldanlage oder dem Firmenkundengeschäft habe das persönliche Gespräch immer einen deutlichen Mehrwert gegenüber der virtuellen Beratung.

Im zehnten Jahr nach der entscheidenden Fusion zur heutigen VR Bank kann die Verschmelzung laut Vorstand als Erfolgsgeschichte gefeiert werden. Gerade das Geschäftsjahr 2014 zeigt, dass die 2005 gesetzten Ziele – Kundennähe, kontinuierliches Wachstum und steigende Erträge – voll und ganz erreicht worden sind.

Betreutes Kundenvolumen auf Rekordniveau
Die Höhe der Kundeneinlagen ist für jede Bank ein Seismograph, wenn es um das Kundenvertrauen geht. Bei der VR Bank sind diese Beträge im Jahresvergleich um beachtliche 3,2 Prozent auf fast 942 Millionen Euro gestiegen. Starke Impulse kamen 2014 zudem aus dem Wertpapiergeschäft. Hier betrug die Zuwachsrate neun Prozent. Insgesamt betreute die VR Bank inklusive der an die Partner in der genossenschaftlichen Finanzgruppe vermittelten Einlagen rund 1,5 Milliarden Euro an Kundengeldern – der Sparzurückhaltung, dem starken Wettbewerb und dem aktuellen Niedrigzins zum Trotz. Lothar Uedelhoven: „Hier zahlen sich die Qualität und die Fairness unserer Beratung aus. Die Menschen erkennen das und vertrauen uns deshalb gerne ihr Geld an.“

Bei den verauslagten und vermittelten Krediten wurde 2014 die Milliardengrenze erstmals überschritten – im Jahresvergleich bedeutete das ein Plus von 6,5 Prozent auf jetzt 1,04 Milliarden Euro. Lothar Uedelhoven: „Hier war das Firmenkundengeschäft mit 108 Millionen Euro an neuen Krediten Wachstumstreiber. Unsere Kunden schätzen ihren persönlichen Ansprechpartner und die schnellen Entscheidungen, die nur dank unserer Nähe zu den Menschen möglich sind.“

Die Bilanzsumme konnte noch einmal um 45 Millionen Euro auf jetzt 1,19 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Kundengesamtvolumen, also die Summe aus Kredit- und Einlagenvolumen in der Bilanz sowie bei den Partnern der Finanzgruppe, betrug zum 31. Dezember 2014 beachtliche 2,54 Milliarden Euro (+ 5,7 Prozent). Damit zählt die VR Bank unter den deutschlandweit über 1.000 Genossenschaftsbanken zu den 150 größten Instituten.

Zum guten Gesamtergebnis haben auch die Immobilienvermittlung und das Provisionsgeschäft mit Partnern wie der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V Versicherung oder der Fondsgesellschaft Union Investment beigetragen. Am Ende stand ein Betriebsergebnis von 15,5 Millionen Euro. Daraus errechnete sich ein Jahresüberschuss von 3,86 Millionen Euro. Nach Abzug der Dividende stellt die Bank wieder eine beträchtliche Summe in ihre Rücklagen.

VR Bank agiert 2015 weiterhin offensiv
„Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Wachstum auch dieses Jahr fortsetzen können“, informierte Lothar Uedelhoven. Eine kleine Einschränkung schob er jedoch nach: „Die Ergebnisse der letzten Jahre werden wir nur schwer fortschreiben können. Die niedrigen Zinsen drücken die Marge, die zunehmende staatliche Regulierung kostet Zeit und Geld, und der stärker werdende Wettbewerb wird sich ebenfalls auswirken.“

„Nichts davon muss uns Angst machen, denn unsere Bank ist sehr gut aufgestellt“, unterstrich der Vorstandsvorsitzende. Er verwies auf die beispielhafte Kostendisziplin mit einer Aufwands-Ertrags-Relation von 58,6 Prozent. „Wir geben knapp 59 Cent aus, um einen Euro zu verdienen. Das ist im direkten Bankenvergleich ein ausgesprochen guter Wert“, so Uedelhoven. Hinzu komme das besondere Vertrauensverhältnis zu den Mitgliedern und Kunden.

Neuwahl gewährleistet Kontinuität im Aufsichtsrat
Die Vertreter folgten der Empfehlung des Vorstands und Aufsichtsrats und beschlossen eine Dividendenausschüttung von fünf Prozent plus zwei Prozent Bonusdividende. Angesichts der guten Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war auch die einstimmige Entlastung der beiden Organe durch die Vertreter Formsache. Bei den turnusgemäß anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Hildegard Metten und Marcus Otto für eine weitere Amtsperiode gewählt.

Kommendes Jahr scheidet Rolf Walendy aus Altersgründen aus dem Gremium aus. Im Vorgriff darauf wählte die Vertreterversammlung schon am Dienstag mit Dipl.-Kaufmann Stephan Michels, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Geschäftsführender Gesellschafter der DORNBACH GMBH, einen hochqualifizierten Nachfolger in den Aufsichtsrat. „Stephan Michels verfügt über alle fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für die anspruchsvolle Aufsichtsratstätigkeit. Wir freuen uns sehr, mit ihm eine qualifizierte und erfahrene Persönlichkeit in unser ehrenamtliches Gremium aufnehmen zu können“, betonte Dr. Bergrath. Zudem wurden durch die Vertreterversammlung sechs Mitglieder des Wahlausschusses neu gewählt.