Größte Genossenschaftsbank im Rheinisch-Bergischen Kreis mit Rekordjahr

Bergisch Gladbach, 03.03.2015

Die beiden Vorstände Lothar Uedelhoven (links) und Thomas Büscher präsentierten stolze Zahlen.
  • Bilanzsumme steigt um 4 Prozent auf
    rund 1,19 Milliarden Euro
  • Überdurchschnittliche Zuwächse in allen Geschäftsbereichen
  • Starke Nachfrage nach Immobilienkrediten
  • Über 108 Millionen Euro Neukreditzusagen im Firmenkundengeschäft
  • Zahl der Mitgliedschaften wächst um 1.073
    auf 30.878 Anteilseigner
  • 243.600 Euro für soziale Zwecke in der Region

Bergisch Gladbach. Die VR Bank eG Bergisch Gladbach hat ein erstes positives Fazit ihres Geschäftsjahres 2014 gezogen. Trotz eines anspruchsvollen Marktumfeldes verzeichnete die Genossenschaftsbank deutliche Zuwächse bei Einlagen, Wertpapiergeschäften, Wohnungsbaukrediten, Bilanzsumme und Mitgliederzahl. „Der Blick auf die vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres zeigt: Mitglieder und Kunden schätzen unser verlässliches Geschäftsmodell. Die Menschen in der Region sehen in uns immer mehr die Bank, bei der Mitbestimmung und Mitgestaltung ebenso selbstverständlich sind wie Fairness, Nähe und Transparenz“, kommentieren die beiden Vorstände Lothar Uedelhoven und Thomas Büscher die gute Geschäftsentwicklung.

Bilanzsumme und Einlagen auf Rekordniveau
Die Bilanzsumme stieg um 46 Millionen auf 1,19 Milliarden Euro – ein Plus von rund 4 Prozent. Das Kundengesamtvolumen ist 2014 im Vergleich zum Vorjahr sogar um 5,8 Prozent auf
2,5 Milliarden Euro
angestiegen. Diese Summe spiegelt den Umfang aller Kundengeschäfte wider – also auch die, die über die genossenschaftliche Finanzgruppe, zum Beispiel die Union Investment, Schwäbisch Hall oder R+V Versicherung, getätigt worden sind. Dieses Wachstum wurde vor allem durch ein sehr starkes Kundengeschäft bei den Einlagen und Krediten erzielt.

Die bilanziellen Kundeneinlagen legten trotz zurückgehender Sparquote und eines intensiven Wettbewerbs im vergangenen Geschäftsjahr um 30 Millionen Euro (3,3 Prozent) auf
942,6 Millionen Euro zu (2013: 912,5 Millionen Euro)
. Beim Wertpapiergeschäft wurde eine starke Zuwachsrate von 9,09 Prozent erreicht. Das gesamte Kundenanlagevolumen – inklusive aller Verbundgeschäfte – erhöhte sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf
1,5 Milliarden Euro
.

Geschäft mit Immobilienkrediten wächst deutlich
Bei den Kundenkrediten verzeichnet die Bank ein gesundes Wachstum. Die bilanziellen Kundenforderungen stiegen gegenüber 2013 deutlich um rund 4 Prozent auf
719,4 Millionen Euro (2013: 691,9 Millionen Euro). Das gesamte Kundenkreditvolumen – inklusive vermittelter Kredite – kletterte von rund 977 Millionen Euro 2013 auf
1.041 Millionen Euro
. Das bedeutet eine Steigerung von rund 6,5 Prozent.

Ein Wachstumstreiber waren die privaten Baufinanzierungen mit einem Zuwachs von rund
50 Millionen Euro
oder 10,1 Prozent auf 540 Millionen Euro. 570 Bauherren erfüllten sich im vergangenen Jahr mit Hilfe der Finanzierungsexperten der Genossenschaftsbank den Traum von der eigenen Immobilie. 53 Immobilien wurden 2014 vermittelt. Dabei stieg das Vermittlungsvolumen um 27,8 Prozent auf einen neuen Höchstwert von rund 14,6 Millionen Euro.

Starkes Neugeschäft im Firmenkundensegment
Auch das Neugeschäft der VR Bank mit der traditionellen Kundengruppe der mittelständischen Unternehmen, Selbständigen und Freiberufler konnte 2014 kräftig ausgeweitet werden. „Als Bank in der Region sind wir uns der großen Verantwortung als Kreditgeber und Partner des Mittelstands bewusst. Wir begleiten unsere Kunden daher mit kurzen Wegen, verlässlichen, zügigen Entscheidungen und persönlichem Ansprechpartner“, erklärt Vorstand Thomas Büscher. Aus diesem Vertrauensverhältnis heraus sagten die Firmenkundenberater der VR Bank im vergangenen Jahr neue Kredite mit einem Gesamtvolumen von über 108 Millionen Euro zu.

Kräftiger Mitgliederzuwachs als Vertrauensbeweis
Auch bei der Zahl der Mitgliedschaften schloss die VR Bank das Geschäftsjahr mit einem deutlichen Wachstum ab. Im Frühjahr 2014 begrüßte sie ihr dreißigtausendstes Mitglied.
Mit 30.878 Mitgliedern – gut die Hälfte der 63.143 Kunden per 31.12.2014
(2013: 29.805)
– konnte die VR Bank ihre Position als mitgliederstärkste Genossenschaftsbank im Rheinisch-Bergischen Kreis nachhaltig festigen. In den vergangenen zwei Jahren hat die Genossenschaft rund 4.000 Mitglieder hinzugewonnen. Ein anhaltender Trend setzt sich damit fort. „Die kräftig wachsende Anzahl der Mitgliedschaften zeigt, dass die Menschen gerade im Bankgeschäft auf unser demokratisches Genossenschaftsmodell vertrauen“, so Lothar Uedelhoven. Die Mitglieder profitieren von vielen Vorteilen. Hierzu zählen unter anderem der genossenschaftliche Anteilsbesitz mit seiner jährlichen Dividende, das Mitspracherecht sowie das exklusive Mitgliedermehrwertprogramm mit vielen attraktiven Veranstaltungen.

Ertragslage: Auf Rekordhöhe
Auch unter Ertragsgesichtspunkten war das Geschäftsjahr 2014 für die VR Bank ein Spitzenjahr.
In der Summe der erfolgsbestimmenden Faktoren lag das Betriebsergebnis nach Bewertung mit 15,5 Millionen Euro um 0,65 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio), die die Ertragskraft eines Unternehmens zum Ausdruck bringt, entwickelte sich mit 57,8 Prozent im Jahr 2014 nach 59,4 Prozent im Vorjahr erneut sehr positiv. Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller Genossenschaftsbanken im Rheinland und Westfalen lag 2014
bei 66,8 Prozent.

„Wir sind mit unserem Geschäftsjahr 2014 sehr zufrieden“, bilanziert Vorstandsvorsitzender Lothar Uedelhoven. „Die VR Bank hat sich trotz eines sehr harten Wettbewerbs um Kundengelder und Kredite sowie angesichts eines dauerhaft niedrigen Zinsniveaus wieder beachtlich entwickelt.“ Das sehen auch die Experten so: Die Ratingagenturen FitchRatings und Standard & Poors würdigen die Vitalität und finanzielle Stabilität des Geschäftsmodells der genossenschaftlichen Bankengruppe mit ihrer starken Marktposition weiterhin mit einem im Branchenvergleich sehr erfreulichen Langfristrating von AA- bzw. A+ und einem stabilen Ausblick („stable“).

Erfolgsfaktoren: Nähe zu den Menschen und der Region
„Die Nähe zu den Menschen, unsere Mitgliederorientierung und die persönliche Beratung sehen wir nach wie vor als entscheidenden Erfolgsfaktor für die Zukunft“, erläutert Vorstand Thomas Büscher. Deshalb bleibt die VR Bank mit ihren 15 Geschäftsstellen, vier Selbstbedienungsstellen, einem telefonisch erreichbaren Kunden-Service-Center und zwei spezialisierten Immobilienvermittlungsbüros vor Ort und investiere weiter in die Modernisierung der Standorte. So hat die VR Bank 2014 ihre Geschäftsstellen in Sand und in Untereschbach umfassend modernisiert. Thomas Büscher: „Selbstverständlich haben wir unsere „Hausaufgaben gemacht“ und investieren laufend in modernes Online- und Mobile-Banking. Wir wissen aber auch, dass unsere Kunden das persönliche Beratungsgespräch immens schätzen. Sie wissen, dass sie bei uns jederzeit eine kompetente, freundliche Beratung auf Augenhöhe bekommen. Deshalb kommen sie gerne zu uns.“

Gesellschaftliche Verantwortung
Die Nähe zur Region bedeutet für die VR Bank auch, soziale Verantwortung zu übernehmen. So hat die Bank im vergangenen Jahr wieder zahlreiche soziale Initiativen und gemeinnützige Organisationen in der Region unterstützt. Über 240.000 Euro wurden für Spenden- und Sponsoringmaßnahmen in den Bereichen Sport, Kultur, Jugend, Bildung und Soziales ausgeschüttet. Zwei Beispiele: Als regionaler Partner für das Deutsche Sportabzeichen fördert die VR Bank gemeinsam mit dem Kreissportbund den Breitensport in der Region. Der Spendenbeirat der VR Bank vergab 40.000 Euro an 38 gemeinnützige Einrichtungen und Projekte zu den Förderthemen „Heimatpflege“ und „Ferienfahrten: Zuschüsse für sozial Schwache“. Gesellschaftliches Engagement ist auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Herzensangelegenheit. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen engagierten sich in ihrer Freizeit für das Ehrenamt. Mit voraussichtlich rund 2,4 Millionen Euro Gewerbesteuer im Jahr 2014 ist die VR Bank zudem einer der größten Steuerzahler in den drei Kommunen Bergisch Gladbach, Overath und Rösrath.

Auch als Arbeitgeber und Ausbilder wird die VR Bank ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. So ist dem Wachstum entsprechend die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit 289 gegenüber dem Vorjahr um 4 Mitarbeiter gestiegen. 29 junge Menschen befanden sich in der Ausbildung. Die Ausbildungsquote ist mit zehn Prozent überdurchschnittlich hoch (Durchschnitt aller Genossenschaftsbanken: 8,1 Prozent).

Ausblick: VR Bank agiert 2015 weiterhin offensiv
Mit Schwung startet die VR Bank in das Jahr 2015. Lothar Uedelhoven: „In Anbetracht der guten Entwicklung im vergangenen Jahr ist es unser Ziel, auch 2015 ein überdurchschnittliches Ergebnis zu erzielen.“ Die größten Herausforderungen sieht der Vorstandsvorsitzende im anhaltend niedrigen Zinsniveau, in der Flut regulatorischer Anforderungen sowie im stark zunehmenden Wettbewerb. Denen begegnet die Bank, indem sie das Kundengeschäft weiterhin passgenau an den Bedürfnissen der Menschen ausrichtet, ein besonderes Augenmerk auf das Kostenmanagement legt und das genossenschaftliche Profil – Präsenz vor Ort, Mitgliedschaft, regionale Verbundenheit – schärft.

„Wir sind bestens aufgestellt. Wir haben faire und leistungsstarke Angebote, eine hervorragende Mannschaft und bereits heute eine ausgezeichnete Kapitalbasis. Auch 2015 werden wir unsere Position am Markt festigen und ausbauen“, sagt Lothar Uedelhoven.