Tipps zum Jahreswechsel

Bergisch Gladbach, 12.12.2013

Bergisch Gladbach. Mehr Altersruhegeld für die Rentner, weniger Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei: Das neue Jahr bringt wieder eine Vielzahl gesetzlicher Änderungen mit sich. Die VR Bank eG Bergisch Gladbach weist auf die zentralen Neuerungen hin und gibt dazu praktische Tipps.

Das Punktesystem wird zum 1. Mai 2014 von Grund auf erneuert. Ziel ist eine Vereinfachung. Der Bußgeldkatalog sieht dann für Verstöße nur noch ein, zwei oder drei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei vor. Einen Punkt gibt es für Ordnungswidrigkeiten – beispielsweise bei Missachtung des Tempolimits. Drängeln und bei Rot über die Ampel fahren bringen künftig zwei Punkte. Drei Punkte werden bei Straftaten fällig – so bei der Unfallflucht oder bei Alkohol am Steuer.

Ganz wichtig: Können Autofahrer bislang bis zu 18 Punkte sammeln, bevor sie ihren Führerschein abgeben müssen, reichen künftig schon acht Punkte, um zwangsweise zum Fußgänger zu werden. Die im alten System derzeit vorhandenen Punkte werden passend zum neuen Verfahren umgerechnet.

Während alle Fahrzeuglenker auch 2014 auf der Hut sein sollten, dürfen sich die Rentnerinnen und Rentner über einen spürbaren Anstieg der Altersruhegelder zum 1. Juli 2014 freuen. Festgelegt wird die Höhe im März. Sie richtet sich danach, wie stark die Löhne steigen. Ruheständler im Westen der Republik können sich aber wohl auf ein Plus von gut zwei Prozent einstellen. Zum Vergleich: Am 1. Juli dieses Jahres sind die Renten im Westen um magere 0,25 Prozent erhöht worden.

Wer dieses Geld mittels Überweisungen dann ausgeben will, kommt spätestens ab dem 1. Februar 2014 mit den Begriffen SEPA, IBAN und BIC in Berührung. Dann startet das EU-weit einheitliche Bezahlsystem SEPA offiziell. Der bargeldlose Euro-Zahlungsverkehr kann dadurch in der EU einfacher, schneller und kostengünstiger durchgeführt werden. Doch zuerst muss sich der Verbraucher mit der 22-stelligen internationalen Kontonummer IBAN vertraut machen. Diese besteht aus einem Ländercode (DE für Deutschland) und einer zweistelligen Prüfziffer. Danach folgen die bekannte Bankleitzahl und die vertraute Kontonummer des Kontoinhabers. Schon jetzt steht die IBAN auf jedem Kontoauszug. Auch auf neuen Bankkarten ist sie schon zu finden. Der BIC ersetzt die bisherige Bankleitzahl. Er besteht aus maximal elf Zeichen: Bankkürzel, Länderkennzeichen und Identifikationsmerkmal. Bei der VR Bank eG Bergisch Gladbach beantwortet qualifiziertes Personal alle Fragen der Kunden und ein spezielles „SEPA-Team“ hilft bei der Lösung eventueller Probleme. Weitere Informationen auch unter www.vrbankgl.de/sepa.

Rürup- und Riester-Rente sind auch 2014 ein Thema. Von den Rürup-Beiträgen können Versicherte im neuen Jahr 78 statt bislang 76 Prozent als Sonderausgabe über die Steuererklärung absetzen. Beim „Riestern“ ist es ab dem 1. Januar bei der Eigenheimrente (Wohn-Riester) jederzeit möglich, in der Ansparphase bereits Kapital zu entnehmen, um bestehende Finanzierungen von Wohnungen ganz oder teilweise abzulösen. Auch darf das Kapital jetzt zur Modernisierung einer Wohnung verwendet werden, wenn es um altersgerechte Verbesserungen geht.

Beim Arztbesuch gilt im neuen Jahr: Alle gesetzlich Krankenversicherten müssen die neue elektronische Gesundheitskarte beim Arztbesuch vorlegen. Wer noch keine hat, sollte sich bei seiner Krankenversicherung informieren.

Die deutsche Post passt einzelne Preise zum Jahreswechsel an. So wird beispielsweise das Entgelt für den Standardbrief bis 20 Gramm im nationalen Versand von derzeit 58 auf künftig 60 Cent erhöht. Für Briefmarkenbestände, die bis zum Portowechsel nicht aufgebraucht werden, sind bereits passende Ergänzungsmarken in den Postfilialen oder unter www.efiliale.de erhältlich. So könne alle Briefmarken auch nach dem Jahreswechsel verwendet werden. Ein Umtausch ist nicht erforderlich.

Auf Arbeitnehmer kommen 2014 etwas höhere Abgaben für die Sozialversicherung zu, weil die Bundesregierung die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen für Kranken- und Rentenversicherung beschlossen hat.

Da erfreut ein kleiner Steuervorteil: Der Grundfreibetrag erhöht sich ab 1. Januar auf 8.354 Euro – im Vergleich zum alten Jahr immerhin ein Plus von 224 Euro. Der Eingangssteuersatz von 14 Prozent bleibt konstant.

Für einige Neuerungen reicht die Zeit in 2014 nicht ganz aus: Der geplante Wegfall des Kennzeichenwechsels beim Umzug sowie die Möglichkeit, das Auto über das Internet abzumelden, sollen erst zum 1. Januar 2015 möglich werden. Das einmal erteilte Autokennzeichen gilt ab dann für das ganze Bundesgebiet. Die Abmeldung über das Internetportal des Kraftfahrt-Bundesamtes soll mit Hilfe eines Sicherheitscodes auf den Prüfplaketten der Kennzeichen sowie im Führerschein möglich werden.