Blick über den Tellerand

Unser Projekt Seitenwechsel

Unsere Auszubildenden wechseln in ihrem dritten Lehrjahr für eine Woche die Seiten: Statt Kunden zu Finanzdienstleistungen zu beraten, sammeln die Nachwuchsbanker Erfahrungen in den Betrieb von Firmenkunden der VR Bank. Vom Maler- und Lackierer-Gewerbe, der Druck- oder KFZ-Branche bis hin zum Einzelhandel, dem Baugewerbe und dem Event-Catering sind so gut wie alle Bereiche der regionalen Wirtschaft vertreten. Die Ziele des Projekts: Die Berufsstarter sollen die Branchen und Betriebe der Bankkunden kennenlernen und Impulse für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung erhalten.


Blicke hinter die Kulissen des Projekts bieten die Erfahrungsberichte unserer Auszubildenden, die den Seitenwechsel im März 2019 vollzogen haben.

Raus aus der Bank, ab in den Handwerksbetrieb

Als Azubis durften wir eine Woche lang eine andere Seite der Arbeitswelt kennenlernen. Montagmorgen ging es direkt in den Handwerksbetrieb statt in die Bank. In der Siebdruckerei, beim Garten- und Landschaftsbau und in der Produktion von Kugelstrahlmaschinen durften wir sofort mitarbeiten und haben erste Einblicke in das "Handwerker-Leben" bekommen.

Beim Garten- und Landschaftsbau fing der Tag mit einer Besprechung zum Tagesablauf und der Einteilung in die entsprechende Arbeitsgruppe an. Dann wurden die Transporter beladen und schon ging es auf die Baustellen. Als die Garten- und Landschaftsbauer schon längst unterwegs war, fing der Tag in der Siebdruckerei erst an. Dort wurden am Morgen die Aufträge aufgeteilt und im Anschluss hat sich jeder mit seinen entsprechenden Aufgaben und Aufträgen beschäftigt. In der Produktion von Kugelstrahlmaschinen begann der Tag damit, dass sich jeder Mitarbeiter sofort seinem Aufgabenfeld in der Produktion, der Montage oder der Organisation widmete.

Egal in welchem Bereich: Wir konnten gemeinsam mit den Mitarbeitern in den Tag starten. Wir hatten kein Problem damit, uns die Hände schmutzig zu machen und konnten so gut es ging mit anpacken. Ob beim Bäume fällen, beim Drucken oder in der Montage:  Wir haben uns den neuen Herausforderungen gestellt.

Während des Projekts konnten wir viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln.
Die Handwerksbetriebe unterscheiden sich nicht nur im Vergleich zur Bank, sondern auch untereinander. Die Garten- und Landschaftsbauer hatte viel Kontakt zu Kunden und ein kommunikatives Arbeitsklima, während in der Siebdruckerei und in der Produktion von Kugelstrahlmaschinen nur wenig direkter Kundenkontakt vorhanden war und eher ein ruhiges Arbeitsklima herrschte. Wir haben während der Woche gemerkt, dass für uns der persönliche Kontakt zu Menschen sowie ein kommunikatives Umfeld im Alltag eine wichtige Rolle spielen.

Aus der Woche konnten wir viele positive Erfahrungen mitnehmen, besonders die vielen neuen Einblicke in das Arbeitsleben eines Handwerkers. Wir bedanken uns bei jedem einzelnen Unternehmen, dass uns die Chance gegeben hat, in seinen Tätigkeitsbereich reinzuschnuppern.

Madeleine Berger, Anna Schibrowski, Johanna Stommel

„Mal richtig mit anpacken!“

Im Rahmen des Seitenwechsel-Programms unserer VR Bank hatten wir Azubis die Möglichkeit, unsere Firmenkunden mal von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen.

Vom Handel von Autogebrauchtteilen, über Malen, Lackieren und Renovieren bis hin zu Aluminium- und Stahlbau war alles vertreten.
Eine Woche lang durften wir in der Position von Praktikanten in den Alltag der Betriebe schnuppern und haben viele verschiedene Dinge erlebt und vielfältige Eindrücke gewonnen.

Mit das Beste an diesem Projekt war es, mal eine ganz andere Arbeitsweise kennenzulernen und an der einen oder anderen Stelle richtig mit anzupacken. Zum Beispiel konnten wir zum ersten mal Tapezieren oder ein ganzes Badezimmer fliesen. Wir durften dabei helfen, ein Auto auseinander zu bauen und haben Stahlträger bearbeitet. Dinge, die wir bei unserem beruflichen Werdegang wahrscheinlich niemals erlebt hätten.

Außerdem war es interessant, verschiedene Unternehmenskulturen zu erleben. So waren wir in Familienunternehmen oder auch in Unternehmen, die aus einer Freundschaft erwachsen sind.

Ein besonderes Erlebnis, da sind wir uns alle einig sind, ist das Erfolgsgefühl, am Ende des Tages zu sehen, was man mit eigenen Händen geschaffen hat und dass sich die harte Arbeit wirklich gelohnt hat.

Auch wenn die Woche teilweise anstrengend war und man an manchen Abenden mit Muskelkater im Bett lag, war es eine sehr bereichernde Erfahrung, die niemand von uns missen möchte.

Wir können nur positives über das Projekt Seitenwechsel sagen und sind froh, dass die VR Bank uns diese Woche ermöglicht hat. Denn so konnte jeder von uns sich seinen ganz eigenen Blick über den Tellerrand verschaffen.

Verena Bartscher, Fabio Civello, Niclas Brahde, Silas Mertikat

Unser Seitenwechsel

Immer, wenn wir mit Azubis anderer Jahrgänge über das Projekt „Seitenwechsel“ gesprochen haben, folgten stets begeisterte Erzählungen und unterhaltsame Anekdoten. Dementsprechend haben wir schon früh in der Ausbildung angefangen, uns auf diese Erfahrung zu freuen. Dieses Jahr war es dann so weit: Auch wir durften eine Woche lang in den Unternehmen unserer Kunden mitarbeiten, die uns in ihren Arbeitsalltag eingebunden und vor neue Herausforderungen gestellt haben.

Für den angehenden Banker Robert Vranken ging es direkt hoch hinaus. In der Leverkusener Zimmerei Michael Walczak stand er vom ersten Tag an mit auf dem Baugerüst und half bei Arbeiten am Dach sowie dem Zuschneiden von verschiedenen Baumaterialien. Besonders gut gefiel ihm die Atmosphäre unter den Kollegen. „Es war toll, am Ende des Tages auf das gemeinsame Werk zu schauen und zu sehen, was wir alles geschafft haben“, resümiert Robert Vranken begeistert.

Auch Nicole Glac erlebte eine spannende Zeit in einer neuen Arbeitsumgebung: In ihrem Einsatz in der Radszun Trockenbau & Akustik GmbH beschäftigte sie sich mit der Konzeption und der Montage verschiedenster individueller Raumsysteme. Ihr Fazit: „Die Wünsche der Kunden stehen absolut im Mittelpunkt und Qualität bei der Arbeit wird hier großgeschrieben – genau wie bei der VR Bank.“

„Die Vielfalt in diesem Beruf und die Orientierung am Kunden haben mich total begeistert“, berichtet Silas Mertikat. Der junge Nachwuchsbanker verbrachte seinen Seitenwechsel zusammen mit Timo Laveglia in dessen Meisterbetrieb für Heizungs- und Sanitäranlagen. Während der fünf Tage erlebte er die körperliche Arbeit auf der Baustelle, nahm aber auch an Kundenberatungen und der Konzeption teil und stimmte Termine mit anderen Handwerkern ab. Auch Silas Mertikat behält seinen Seitenwechsel als tolles Erlebnis in Erinnerung.

Marvin Schröder fasste ebenfalls schnell Fuß im Seitenwechsel – und zwar wortwörtlich. In dem Kinderschuhladen „Uwe´s Schuhbox“ in Bergisch Gladbach beriet er zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen des Teams Eltern und Kinder bei der richtigen Wahl des Schuhs, kassierte und war bei der Bestellung von Waren beteiligt. Dabei entdeckte er viele Gemeinsamkeiten zu seiner Ausbildung: „Sowohl bei den Beratungen in Uwe´s Schuhbox als auch bei uns in der Bank ist es wichtig, dass man sich für jeden Kunden Zeit nimmt und auf dessen Wünsche eingeht – wobei meine Kunden im Seitenwechsel natürlich ein wenig jünger waren.“

Wir alle hatten eine tolle Zeit im Seitenwechsel und konnten viele neue Erfahrungen machen, die wir auch in unserer täglichen Arbeit in der Bank einfließen lassen werden. Schon jetzt viel Spaß an das nächste Lehrjahr! 

Nicole Glac, Robert Vranken, Silas Mertikat und Marvin Schröder