Blaumann und Arbeitsschuhe                   statt Kostüm und Anzug

Bericht zum “Seitenwechsel 2018“

Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Gut eine Stunde früher als gewohnt. Doch diese Woche ist besonders. Statt Anzug und Kostüm ziehen wir Arbeitsschuhe und  Blaumann an. Der Dresscode bei Handwerksberufen ist der erste Unterschied, der uns auffällt.
 
Arbeitsbeginn ist um 6:30 Uhr. Der Tag fängt an mit einer Besprechung, die Aufgaben werden an die Kolleginnen und Kollegen verteilt. Gleich danach geht es an die Arbeit, entweder auf der  Baustelle oder im Betrieb. Wir sind schon über eine Stunde mit verschiedenen Arbeiten beschäftigt, als wir Schulkinder an uns vorbeiziehen sehen. In der Bank würden wir jetzt erst in den Arbeitstag starten.

Ob wir nun Abflussrohre verlegen, Schotter schaufeln, Autoteile schleifen oder eine PKW-Inspektion durchführen – im Vergleich zu unseren täglichen Aufgaben in der Bank, ist die Arbeit in den Betrieben körperlich anstrengend.

Doch es gibt auch viele Parallelen. So ist die Kundenzufriedenheit auch im Betrieb unserer Firmenkunden besonders wichtig. Die Arbeiten werden koordiniert und in Teamarbeit ausgeführt. In der Abteilung Baufinanzierung lernen wir zwar, wie man eine Immobilie bewertet und finanziert, jedoch konnten wir uns nicht vorstellen, wie viele Stunden Arbeit in einem Hausbau stecken. Erst jetzt haben wir ein Gefühl dafür, wie viele Arbeitsschritte und Gewerke für die Fertigstellung eines Bauwerks notwendig sind. Auch eine Autoreparatur oder -lackierung ist umfangreicher, als man zunächst denkt.

In der Woche hatten wir die Möglichkeit bei verschiedenen Arbeiten nicht nur zuzuschauen, sondern auch mitzuhelfen. Das Eine oder Andere haben wir dabei  für die Zukunft gelernt. So haben wir auch privat einen Nutzen aus der Woche gezogen und können nun einige  Tätigkeiten, wie z.B. einen Reifenwechsel, selber durchführen.

Es war spannend, sich gegenseitig über den unterschiedlichen Berufsalltag auszutauschen und die Vor- und Nachteile eines Handwerksberufs kennenzulernen. In allen Betrieben sind wir super freundlich aufgenommen worden und hatten viel Spaß. Hierfür möchten wir uns herzlichst bedanken!

 

 

Ein Bericht von Maurice Budau, Alexander Gäde, Nora Strünker und Michelle Zimmermann